Worin genau liegt der Unterschied der motivationalen Funktion dieser zwei Hormone? Und gibt es auch Beispiele für Serotonin?
> Dopamin wird mit appetitiven Funktionen (Sexualität, Wachtstum, Ernäherung, generell: Nutzen von Chancen) in Verbindung gebracht, Serotonin mit aversiven Funktionen (Bedrohung, Gefahren, Flucht, generell: Minimierung von Risiken). Neurochemisch sind beide Antagonisten, wobei das dopaminerge System sehr viel besser untersucht & verstanden wird als das serotonerge System, das weitverzweigte Projektionen im Gehirn besitzt. Ein Ansatzpunkt sind Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, die zur Behandlung von Depressionen (mit Symptomen der Ahedonie und Antriebslosigkeit) eingesetzt wird. Wie so oft in der Psychopharmaindustrie nutzt man hier einen theurapeutischen Effekt ohne dass man den Wirkmechanismus genau verstanden hätte. Im Klartext: man weiß bisher nicht viel über die motivationalen Mechanismen, die von Serotonin beeinflusst werden.
Können wir in der Diskussionsrunde bitte auch nochmal genauer auf die Funktionen des orbitofrontalen Kortex eingehen?
> ja, kann ich gerne machen.